40 Jahre Wasser auf der Hallig
In Bernhard's Schiffermuseum fand in diesen Tagen die erste einer Reihe von Veranstaltungen zu einem Ereignis statt, das das Halligleben auf ganz besondere Weise verändert hat. Im Sommer 1968 wurde die erste Wasserleitung vom Festland zur Hallig verlegt. Damit war für die Halligbewohner das Ende der Trinkwasserversorgung über Regenwasser-gefüllte Zisternen und Brunnen greifbar geworden. Ausgetrocknete oder durch Sturmfluten versalzene Wasserreservoire, Krankheiten durch verunreinigtes Wasser, all das war schon bald Geschichte und vor allem Inhalt manch kleiner Geschichtchen. Dies alles zu sammeln, hat sich eine Gruppe von Hooger Frauen zum Ziel gesetzt. In Bernhard's Schiffermuseum präsentierte sie in einer gemütlichen Kaffeerunde den 22 Anwesenden die ersten Ergebnisse. Das regte manchen Gast zu einem weiteren denkwürdigen und lustigen Beitrag an. Und auch das zu diesem Ereignis in der Volksschule entstandene Lied wurde schon mal fleißig geübt.
Die Verlegung der Hausanschlüsse dauerte auf Hooge etwa zwei Jahre. Am 16. Juni 2010 jährt sich der Abschluss der Arbeiten zum 40sten Mal und wie damals wird es ein Wasserfest geben. Bis dahin will die Gruppe eine kleine Ausstellung erstellt haben, die Hooger und Gäste mit nimmt in eine Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt. Die Zeit, als "alle Tätigkeiten und alles Denken auf der Hallig sich am Wasser orientierten".
Dies greift auch die Führung mit dem Thema "Geschichten vom Wasser" auf, die in den Sommermonaten von der Hooger Gästeführerin und NationalparkPartnerin Renée Oetting-Jessel angeboten wird.
Die Arbeitsgruppe um Silke Claußen, Giesela Rolfs und Henriette Schwartz freut sich, wenn ihr weiteres Bild- und Textmaterial von Halligbewohnern, Buten-Hoogern und Gästen zur Verfügung gestellt wird.
Die Gemeinde Hallig Hooge dankt der Arbeitsgruppe für dieses ehrenamtliche Engagement und dem Ortskulturring für die bisherige Unterstützung.
Renée Oetting-Jessel
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